Wie vor 100 Jahren


Wie vor 100 Jahren

Gestern waren zwei junge Damen von der Fachhochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde bei uns im Warmbad in Bansin. Sie führten Gespräche, sammelten Infos und suchten immer wieder die Verbindung zwischen Vergangenem und Neuem in den Kaiserbädern. Eine Frage war zum Beispiel: In wie weit ist die Geschichte der drei Seebäder noch heute hier spürbar? Eine sehr interessante Frage, wie ich finde. Denn auch wenn es augenscheinlich nur die Bäderarchitektur ist, die uns an alte Zeiten erinnert, hat sich doch am Ursprung des Badewesens nicht viel geändert. Menschen machen Urlaub am Meer, in Pensionen, Hotels und Ferienwohnungen. Sie wollen die Sommerfrische genießen. Sie gehen an den Strand, mieten sich ihren Strandkorb und genießen ab und an das kühle Nass. Am Abend wird eines der vielen Restaurants besucht. Alles wie vor 100 Jahren, nur in eine andere Mode und andere Technik gepackt. Die moderne Art des Urlaubs, mit dem selben Ziel wie einst – Erholung.

Und ja, sie sind bemerkenswert, die schönen Bädervillen der Gründerzeit. Es wohnt sich herrschaftlich in ihnen. Ihre großzügigen Räume schmeicheln uns, geben uns ein Gefühl der Sicherheit und versprühen einen Hauch von Luxus. Aber ganz am Ende ist es das Meer und der endlose weiße Sandstrand, die die Menschen immer wieder nach Usedom lockt. Es ist die Sehnsucht nach Weite und unbeschwerten Sommertagen. Und es ist beruhigend zu wissen, dass auch 100 Jahre und mehr daran nichts ändern konnten.

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