7 malen am Meer


7 malen am Meer

Wenn man ans Meer kommt
soll man zu schweigen beginnen
bei den letzten Grashalmen
soll man den Faden verlieren
und den Salzschaum
und das scharfe Zischen des Windes einatmen
und ausatmen
und wieder einatmen
Wenn man den Sand sägen hört
und das Schlurfen der kleinen Steine
in langen Wellen
soll man aufhören zu sollen
und nichts mehr wollen wollen nur Meer
Nur Meer
(Erich Fried)

Persönlichkeiten wie Feininger, J. Strauss, Thomas und Heinrich Mann, Th.Fontane, A.Tolstoi oder Gorki haben genau das getan – sie kamen ans Meer und prägten über ihre Kunst die geschichtliche Entwicklung des Ostseebades Heringsdorf mit, so dass es bekannt wurde.
Das ist auch heute nicht anders. Seit zwölf Jahren eifern sieben handverlesene Künstler aus aller Welt ihren Vorgängern nach und kommen zu „7 Malen am Meer“, denn dieses 13. Kaiserbäder-Pleinair hat sich längst über die Ländergrenzen hinweg einen bedeutenden Namen in der Kunstszene erworben und ist ein gelungenes  Beispiel, wie Kultur, Wirtschaft und Tourismus voneinander profitieren können.
Können Sie sich einen Ort ohne Einrichtungen der Musik, der Malerei, ohne Museen, Theater oder ohne Kunstprojekte vorstellen? Und gibt es eine perfektere Kulisse für motivsuchende Künstler als das Meer mit seinen unzähligen Facetten zu den verschiedenen Tages-und Jahreszeiten, die wechselnden Wetterbedingungen, die aus dem Meeresspiegel wildes und unbezähmbares Grau machen oder ein sanfter orangefarbener Augenblick, wenn die Sonne glutrot und samtweich alle Wirrungen des Alltags einfach übertüncht und vergessen macht, was gewesen.
Augenblicke festhalten und Stimmungen mit verschiedenen Maltechniken einfangen heißt es, wenn dieses Jahr vom 21.5.bis 28.5. folgende KünstlerInnen am Pleinair teilnehmen:

Ginecke Zicken/Niederlande
Daniela Reis/Portugal
Robert Honegger/Schweiz
Vessela Posner /Bulgarien – Deutschland
Henrik Scheel Andersen/ Dänemark
Alekcander Mick/ Usbekistan-Deutschland
Sigurd Wendland/Deutschland

Die Fachjury (Kunstwissenschaftler, Künstler, Galeristen) hatten keine leichte Aufgabe, aus der Vielzahl der eingegangenen Bewerbungen diese „Sieben“ zu nominieren, denn es bewarben sich Künstler aus vielen Ländern um die Teilnahme, darunter erstmals auch aus Kuba und Mexiko für dieses internationale Kunstprojekt.
Und was wäre ein solches Projekt ohne die großartige Unterstützung der Unternehmen unseres Ortes, die solche Projekte wie in den Vorjahren wieder so tatkräftig unterstützen? Gar nicht möglich, lautet die Antwort.
Deshalb freuen wir uns, dass dieses anspruchsvolle Erlebnis möglich wird und sind – wie alle anderen – sehr gespannt auf die Ergebnisse dieser Woche.

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