Kaiserbäder

Kaiserbäder

Die Morgensonne taucht die reichverzierten Fassaden in goldenes Licht und macht den Glanz einst mondäner Zeiten noch heute spürbar. Mit ihren Säulen und Türmchen wirken die prunkvollen Villen der Kaiserbäder wie ziseliertes Zuckerwerk. Wie Träume – gebaut aus Holz und Stein.
Die Namen der drei Seeheilbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin stehen für Schönheit, Luxus und Exklusivität. Wie Perlen einer Kette säumen die extravaganten Sommerdomizile der Berliner High Society des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts die längste Promenade Europas und verbinden sie so zu einem weltweit einzigartigen Ensemble der Bäderarchitektur.

Zu einer Reise durch die Zeit wird ein Spaziergang von Seebrücke zu Seebrücke. Einer Reise zurück zu den Anfängen des Badewesens, einer Zeit, in der es als chic galt, in eleganten Kleidern über die Promenade zu flanieren, in der „Sehen und gesehen werden“ schon genauso angesagt waren wie heute.
„… Das Zimmer, das ich bewohne, ist freundlich, geräumig; das Haus selbst ist allerliebst; der Blick durch Bäume hindurch auf das graue Meer ist poetisch und für Herz und Sinne unendlich wohltuend… Man hat Ruhe und frische Luft und diese beiden Dinge wirken wie Wunder und erfüllen Nerven, Blut, Lungen mit einer stillen Wonne…“, beschrieb Theodor Fontane den besonderen Charme der Kaiserbäder.

Doch sind die kaiserlichen Drei mehr als Staunen und Schwärmen und Träumen von einer längst vergangenen Zeit: Den warmen Strandsand durch die Finger rieseln lassen. Die Weite im Blick, die der Gedanken Grenzen sprengt. Drachen, die im Herbstwind schnurgebändigt die leergefegten Strände erobern. Bizarre Eislandschaften, über die der Wintersturm heulend hinweg pfeift. Die immerwährende Magie des Meeres, das mit seinem steten Rauschen die Seele zur Ruhe bringt…

Ahlbeck

Seeheilbad Ahlbeck

Glutrot steigt im Sommer die Sonne hinter der Ahlbecker Seebrücke aus dem Meer auf. Dann, wenn alles noch still ist und der Tag erst vorsichtig seine sonnenhellen Fühler ausstreckt, wirkt die weiße Eleganz der Grande Dame am würdevollsten. Traumhaft schön steht sie in ihrer Schlichtheit am Übergang von der Nacht in den Tag, vom Land zum Meer.

Die Ahlbecker Seebrücke, erbaut 1898, ist die älteste erhaltene ihrer Art in Deutschland. Doch trotz ihres Alters ist sie das wohl beliebteste Fotomodel der Insel. Schon in vielen Filmen war sie der heimliche Star. Selbst Loriot war auf den ersten Blick in sie verliebt. So hingerissen, dass er ihr nicht nur den einstmals weißen Anstrich zurückgab. Zu DDR-Zeiten war sie braun. Er machte sie in seinem Kultklassiker „Pappa ante Portas“ auch unsterblich.

Es ist wie ein innerer Drang, der einen jeden Menschen, der nach Ahlbeck kommt, zuallererst auf ihre hölzernen Planken und hinaus auf die Ostsee treibt. Die salzige Luft tief einatmen, den Kopf vom Seewind frei pusten lassen, den gewaltigen Meeresbewegungen zuschauen – das ist Leben pur. Das ist das Leben am Meer. Der Weg von der Brücke führt über einen breiten Vorplatz. Die Jugendstiluhr in seiner Mitte ist wie ein Relikt aus einer anderen Zeit, das den Betrachter aus der seinigen herausreißt. Ein begeisterter Badegast hatte sie dem Seebad einst geschenkt.

Die Promenade bietet mit ihren kleinen Cafés und Bistros Gelegenheiten zur Muße. Immer im Ohr das Rauschen der Ostsee. Immer im Blick die Wunderwerke der Bäderarchitektur. Die Hotels und Pensionen sind Zeugnisse goldener Zeiten, in denen Kinder zwischen gestreiften Umkleidezelten am breiten Sandstrand herumtobten, in denen die Gäste aus den Berliner Arbeitervierteln im Warmbad in großen, mit Seewasser gefüllten Wannen die Sorgen des Alltags abwuschen. Das Treiben auf der Promenade war bunt, voller Leben. Und so ist es bis heute. Wenn im Musikpavillon Konzerte angestimmt werden oder beim Ahlbecker Sommerfest der Ausblick vom Riesenrad ins Staunen bringt.

Und dann gibt es da noch das alte Ahlbeck. Das Ahlbeck, das es schon vor der Zeit des Badewesens gab. Hier sind die Häuser teils noch mit Reet gedeckt. Klein und urig wirken die ehemaligen Fischerkaten. Eines der ältesten Häuser des Seebades steht hier und kann sogar besichtigt werden. Es beherbergt die Galerie Köpp.

Doch egal ob entlang der Stresemann-, Bismarck-, Ritter-, Goethe- oder Kaiserstraße – die schönen Villen und Häuser der Bäderarchitektur gehören genauso untrennbar zu Ahlbeck wie der Fisch, den man fangfrisch und geräuchert inmitten der Dünen bei den Fischern verschmausen kann. Das alles vermischt das Damals und das Heute zu einem unvergleichlichen Flair.

Touristinformation Seeheilbad Ahlbeck

Dünenstraße 45 • 17419 Seebad Ahlbeck
Tel 038378 499350 • Fax 038378 499352

ehlenbroeker Kaiserbäder Ahlbeck Urlaub

Marc Ehlenbröker und Team heißt Sie herzlich im schönen Seebad Ahlbeck willkommen! Die Ferienwohnungen liegen zum Teil direkt an der Strandpromenade mit tollem Seeblick! Ob Jugendstilvilla oder moderne Penthousewohnung, hier findet jeder seine Traumferienwohnung! Alle Wohnungen befinden sich in perfekter Lage zur Ostsee und zum Ortszentrum.

Apartementvermittlung Marc Ehlenbröker  
Dünenstraße 53
17419 Seebad Ahlbeck
Homepage
Tel. 038378 33308
Mobil 0171 9531890

Heringsdorf

Seeheilbad Heringsdorf

Die Luft ist erfüllt vom Gezwitscher unzähliger Vögel, die sich in den Fliederbüschen und im Geäst der Krüppelkiefern tummeln. Fast unwirklich schön wirken die noblen Villen mit den Säulen und Freitreppen inmitten der weiten Parklandschaften entlang der Promenade.

„Sehen und gesehen werden“ – beim Spaziergang vorbei an den Prunkbauten wird spürbar, was für die Berliner High Society des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts als schick galt. Adel und Geldadel, Künstler wie Lyonel Feininger, Musiker wie Johann Strauß oder Schriftsteller wie Maxim Gorki, Theodor Fontane, Leo Tolstoi oder Thomas Mann zog das mondäne Kaiserbad allsommerlich in seinen Bann. Selbst Kaiser Wilhelm II. kam gern auf einen Tee in Heringsdorf vorbei. Als „Badewanne der Berliner“ beschrieb Heinrich Mann das Seebad Heringsdorf in den 1930er Jahren. Und auch er war nur zu gern Gast hier.

„Dreiundeinehalbe Stunde Bahnfahrt, und man findet ein schönes Hotel- und Villenviertel gleich an der See“, schreibt Mann weiter. Die wunderschönen Bäderarchitektur-Villen von damals sind erhalten geblieben. Liebevoll saniert, laden sie heute als Feriendomizile ein, selbst ein Teil jener glanzvollen Zeit zu werden. Einige der Villen sind heute als Museen zugänglich. So ist in der Villa Irmgard das Wohn- und Arbeitszimmer Maxim Gorkis ausgestellt, der hier einst zum Kuraufenthalt weilte. Ausstellungen, Konzerte und Lesungen finden hier ebenso statt wie an vielen anderen Orten des Kaiserbades.

Ob Schauspiel, Kabarett oder Konzert – die Bretter, die die Welt bedeuten, sind in Heringsdorf im Theaterzelt Chapeau Rouge zu finden. Ganz in der Nähe lädt die Konzertmuschel im Sommer zum Musikgenuss unter freiem Himmel ein. Beim Internationalen Kleinkunstfestival treten dort und auf der Promenade Variete-Künstler aus der ganzen Welt auf. Ein Zentrum der Kultur ist der Kaiserbädersaal. Die Usedomer Literaturtage, Dichternächte, Konzerte, Bälle und das Usedomer Musikfestival sind hier zuhause. Der Heringsdorfer Kunstpavillon direkt an der Strandpromenade – ein avantgardistischer Rundbau aus Glas – ist bei Vernissagen und Auktionen ein begehrter Anlaufpunkt für Kunstliebhaber.

Unvergleichlich ist das Leben und Erleben in Heringsdorf. Unvergleichlich wie ein Blick vom Heringsdorfer Hausberg Kulm über die Ostsee. Hell glänzt die Pyramide der Seebrücke in der Sonne. Mit 508 Metern ist sie die längste bewirtschaftete auf dem europäischen Kontinent. Auch sie ist mit ihren vielen kleinen Läden und Lokalen ein Ort zum Entdecken und Erleben, zum Flanieren und Genießen.

Zur Ruhe kommen und dem Trubel des Seebades für eine Weile entfliehen: Am Ende einer kleinen Allee, nur einen Katzensprung von Heringsdorf entfernt, liegt das ehemalige Rittergut Gothen – Ein Ort zum Naturerleben und Naturgenießen.

Touristinformation Seeheilbad Heringsdorf

Kulmstraße 33 • 17424 Seebad Heringsdorf
Tel 038378 2451 • Fax 038378 2454

 

Bansin

Seeheilbad Bansin

Der Nordost weht rauschend durch die Kronen der Kiefern. In bizarren Verrenkungen trotzen sie seit Jahrhunderten in den Dünen hartnäckig den Stürmen des Meeres. Nirgends in den Kaiserbädern sind sich die Bäderarchitektur-Villen und die Natur der Ostsee so nah wie in Bansin. Die Schaumkronenwellen scheinen greifbar. Denn nur in Bansin legt sich das weite Blau auch auf der Promenade in den Blick der Flanierenden.

Eingebettet zwischen Ostsee und Schloonsee ist das Leben auf den Straßen und in den vielen kleinen Lokalen von Bansin quirlig und jung. Kein Wunder: Ist Bansin doch das jüngste der drei Kaiserbäder. 1897 sogleich als Seebad gegründet, fallen auch hier die eleganten Villen und Holzhäuser ins Auge. Entlang der Promenade sind sie auf Lücke gebaut. So gibt es Ostseeblick auch von den Balkonen und Veranden der zweiten Reihe. Weltweit einzigartig ist die Bergstraße. Nirgendwo sonst gibt es so viele erhaltene Bäderarchitekturvillen auf einem Fleck wie dort.

Als erstes deutsches Seebad erhielt Bansin 1923 die „Freibade-Erlaubnis“. Von nun an durften Badelaunige geradewegs vom Frühstückstisch der Pensionswirtin über die Promenade zum Strandkorb schlendern und sich im modischen Einteiler frei in den Ostseewellen vergnügen. Vorher wurden die Herrschaften in abgeteilten Badeanstalten mit einem Badekarren in die Ostsee gezogen. Noch heute stehen links und rechts neben der Bansiner Konzertmuschel jene altertümlichen Umkleidewagen.

Bansin, das war das Bad der großen UFA-Stars. Schauspieler wie Heinz Rühmann oder Willi Fritsch trafen sich gern im Café Asgard oder im einstigen Nobelhotel „Meeresstrand“. Der wohl berühmteste Sohn des Ortes ist ohne Frage der Schriftsteller Hans Werner Richter. Dem Begründer der „Gruppe 47“, zu der Heinrich Böll, Siegfried Lenz, Marcel Reich-Ranicki und Günter Grass gehörten, haben die Bansiner im ehemaligen Feuerwehrspritzenhaus eine Gedenkstätte eingerichtet. Nicht weit entfernt verbrachte der Autor seine Kindheit. „Villa“ und „Paula“ steht in blauen Buchstaben auf den beiden Straßengiebeln seines Elternhauses, darunter der Spruch „Ob Ost, ob West, to hus is best.“ Vielleicht blieb Richter seiner Heimat auch deshalb ein Leben lang verbunden.

Ein kurzer Spaziergang und die Sonne fällt in Flecken durch das dichte Laub des Buchenwaldes, der gleich am Ortsende zu Usedoms Steilküste, auf den „Langenberg“ hinaufführt. Der Trubel des Strandlebens verhallt hinter den dicken, alten Stämmen. Nur das Meer rollt seine Wellen wie eine ferne Erinnerung an den Strand unterhalb des Sandkliffs, lässt die Hektik und den Stress des Alltags vergessen.

Beschaulich geben sich auch die drei kleinen Dörfchen Sellin, Alt-Sallenthin und Neu-Sallenthin im Rücken des schönen Seebades. Hier sind sie noch zu finden die mit Reet gedeckten Häuser, die sich an die Ufersäume gleich mehrerer Seen schmiegen. Gothensee, kleiner und großer Krebssee, Schmollensee. Und der Lärm des allzu schnellen Lebens verstummt in den uralten Buchen- und Eichenwäldern, die sie umgeben.

Touristinformation Seeheilbad Bansin

An der Seebrücke • 17429 Seebad Bansin
Tel 038378 47050 • Fax 038378 470515

 

Suchen & Buchen

Auf die Schnelle

Sie suchen eine geräumige Ferienwohnung für sich und Ihre Familie in den Kaiserbädern Ahlbeck · Heringsdorf · Bansin? Oder doch lieber eine kleine Pension für sich? Oder ein Wellness-Hotel für sich und Ihren Partner? In unserem Buchungssystem finden Sie immer das passende Angebot aus über 2000 Quartieren.

 

Für eine persönliche Beratung und Buchung steht Ihnen unsere Buchungszentrale zur Verfügung.

038378 24444