Eintauchen in die Kaiserzeit – das Café Asgard in Bansin


Eintauchen in die Kaiserzeit – das Café Asgard in Bansin

Ganz verschlafen liegt die Promenade heute morgen unter einen dicken Wolkendecke, die sich träge Richtung Meer schiebt. Nur das Geschrei der Möwen und die letzten Arbeiten an der Außenanlage des Kaiserstrand Beachhotels sind zu hören. Ein neues Hotel ist entstanden, mitten im Herzen Bansins. Groß, modern und auf eine noch ungewohnte Weise sehr präsent. Und nur einige Meter weiter tauche ich wieder hinein in die mondänen Überreste der Kaiserzeit.

Ich stehe vor dem Café Asgard, wo gerade die Fensterläden geöffnet werden, und erinnere mich an die Geschichten meiner Großeltern, die hier so manchen Schwof erlebt haben. Und nicht nur sie, sondern auch unzählige Sommerfrischler und Kurgäste. Unter ihnen Schauspieler und Künstler. Das Café Asgard, so erzählen die Alten, hatte schon immer einen guten Ruf unter den Gasthäusern Bansins. Hier blieben Prunk und Luxus der “Kaiserlichen Drei” vor der Tür. Hier traf sich die bürgerliche Oberschicht und feierte das Leben und die Leichtigkeit während ihres Aufenthalts an der Ostsee.
1898 wurde das Haus von einem österreichischen Rittmeister als Strandvilla erbaut und noch heute erinnert die Innenausstattung an die Jahrhundertwende. Es ist das älteste Café der Insel Usedom. Die tiefen Decken und die Holzverkleidungen können Geschichten erzählen, genau wie die Familie Bartels, die heute das Café Asgard betreibt.

Übrigens war das Café so bekannt, dass es in den 30er Jahre auf einer Werbeschlattplatte als St.Pauli von Bansin verewigt wurde. Das müsst Ihr Euch unbedingt anhören!!!!

httpssssss://youtu.be/F9EdfiFARMQ

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