Spuren der Geschichte (5) – Die Gebrüder Delbrück


Spuren der Geschichte (5) – Die Gebrüder Delbrück

Urheber des Fotos: Hans-Jürgen Merkle

Adelbert Gottlieb Delbrück (1822 – 1890) hat als Unternehmer so einiges in seinem Leben geleistet – er war einer der Gründer der Deutschen Bank sowie Gründungsvater des Seebades Heringsdorf.

„Hier bleiben wir“ – so sollen es die Brüder Adelbert und Hugo (1825 – 1900) im Jahr 1863 nach der Familiengeschichte in dem Moment ausgerufen haben, als sie auf der Insel Usedom, genauer gesagt in Heringsdorf, nach einer Unterkunft für die Familien Delbrück suchten. Hugo kannte die Gegend bereits wie seine Westentasche, seit 1935 kam er mit seiner Familie regelmäßig in Heringsdorf unter.

Hugo Delbrück
Hugo Delbrück. Foto: © Andreas Dumke

 

 

 

 

 

Die regelmäßigen Besuche des Eilandes wurden zunehmend mit geschäftlichen Unternehmungen verbunden. Mit der Gründung der „Aktiengesellschaft Seebad Heringsdorf“ 1872 haben die Gebrüder Delbrück den Grundstein für den Beinamen Heringsdorf als „Das Nizza der Ostsee“ gelegt.

Das ehemalige Fischerdorf stieg schnell zu einem vornehmen Seebad mit illustren Gästen des hohen Adels und der Berliner Aristokratie auf, doch Adelbert und Hugo bauten weiter aus und Hugos Söhne, Viktor (1862 – 1907) und Werner (1868 – 1910) führten das Vermächtnis ihres Vaters fort: Mitfinanzierung der Bismarck-Warte auf dem Präsidentenberg (1905), der Eisenbahnlinien Berlin – Wolgast (1876) und Heringsdorf – Swinemünde (1894) sowie der Kaiser-Wilhelm-Brücke in Heringsdorf (1891) und einer Vielzahl weiterer Juwelen der Bäderarchitektur.

 

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