(Un)nützes Wissen – Zahlen und Fakten, die Sie schon immer über die Insel wissen wollten, oder auch nicht


(Un)nützes Wissen – Zahlen und Fakten, die Sie schon immer über die Insel wissen wollten, oder auch nicht

Foto © Marcel Piper

„Sonneninsel“, „Insel des Lichts“ oder auch „Deutschlands sonnigste Insel“ – das Eiland Usedom hat viele Beinamen erhalten, die auf den Fakt zurückzuführen sind, dass hier die meisten Sonnenstunden, auf das Jahr gerechnet, zu verzeichnen sind. Und zwar mehr als 1900 Stunden im Jahr. Gerade in den Sommermonaten scheint das strahlende Klärchen oftmals vom wolkenlosen Himmel. Dabei taucht sie frühmorgens gern als glutroter Feuerball über dem Meer auf, während sie abends über dem Achterwasser versinkt. Gut, dass die Sonne im Osten aufgeht – so ist sie Dauergast auf der Insel.

Um in die Kaiserbäder Ahlbeck · Heringsdorf · Bansin zu gelangen, führt kaum ein Weg an ihr vorbei: Die Peenebrücke in Wolgast. Das Bauwerk beträgt in seiner Länge 255,9 Meter, verbaut wurden mehr als 15.000 Kubikmeter Beton und mehr als 2.000 Tonnen Stahl. Je nach Jahreszeit wird die Klappbrücke bis zu sechs Mal am Tag geöffnet, im Jahr öffnet und schließt sie sich stolze 1825 Mal. Das heißt immer wieder warten, warten, warten, bis zu 15 Minuten plus Rückstau, um auf die oder von der Insel zu gelangen. Summa summarum sind das bis zu 90 Minuten pro Tag, an einem schiffsarmen Tag wohlbemerkt. Das sind 32.850 Minuten oder halt knappe 23 Tage im Jahr, die die Insel nicht zu Fuß, mit Bahn oder Auto erreichbar ist. Die Zecheriner Brücker steht immerhin nur neun Tage im Jahr offen – zum Glück nicht am Stück.

Einmal auf der Insel, wollen viele nicht wieder fort und kommen jährlich zurück. Das liegt aber nicht nur an unserem feinen, weißen und endlosen Sandstrand, sondern auch am historischen, maritimen und unvergleichlichen Flair. Dazu tragen nicht zuletzt aber doch auf besondere Weise die Juwelen der Bäderarchitektur bei. Die Kaiserbäder weisen eine Vielfalt und Dichte von Herrenhäusern, Prunkpalästen und Märchenschlössern auf, die ihresgleichen sucht. Dazu gesellen sich noch zwei Kleinoden, die mit ihrem losen Ende mitten im Wasser stehen. Da stellt sich die Frage: Warum nennt man diese Bauwerke trotz dessen Seebrücke? Wie auch immer. Je älter, desto schöner. Je länger, desto anziehender. Und die Kaiserbäder haben gleich beides zu bieten: Die älteste Seebrücke Deutschlands in Ahlbeck aus dem Jahr 1898 und die längste Seebrücke Deutschlands mit einem Maß von 508 Metern in Heringsdorf. Sind Sie auch schon über das Wasser gewandelt ohne nass zu werden?

Sechs mal vier mal drei Meter – das sind die Abmessungen des größten Strandkorbes der Welt. Wo er steht? In Heringsdorf. An diesem Strandkorb der Extraklasse wurden 3,5 Kubikmeter Holz, 85 Quadratmeter Stoff, drei Kilometer Flechtband und 1.000 Stunden verarbeitet. Um einen Platz zu ergattern, muss man schnell sein – schließlich passen nur 91 Personen rein. Sollte es zu eng werden, haben wir Gott sei Dank noch Strandkörbe am Strand frei. Die hat man dann auch für sich allein.

© Andreas Dumke
© Andreas Dumke
© Marcel Piper

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