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Der erfolgreiche Dokumentarfilmregisseur Heinz Brinkmann zeigt Usedom Filmausschnitte

25. Januar @ 19:30

Brinkmann ist gebürtiger Heringsdorfer und noch immer dem Seebad und der Insel Usedom sehr eng verbunden, seine Filme liefen auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals.

Zu seinem 70. Geburtstag wurde ihm die Ehrenbürger – Würde der Gemeinde Ostseebad Heringsdorf verliehen.

Heute präsentiert er einen Zusammenschnitt seiner Usedom Filmtrilogie und lädt zu einer anschließenden Gesprächsrunde ein.

Biografie:

Heinz Brinkmann wurde 1948 im Seebad Heringsdorf auf Usedom geboren.

Er studierte an der Deutschen Hochschule für Filmkunst Konrad Wolf das Fach Kamera. Neben einer Beschäftigung als Lehrassistent und Dozent für Kamera an der Fachrichtung Regie erhielt er dort nach einem Externstudium 1975 das Regie-Diplom. Danach war er als freiberuflicher Regisseur, Autor und Kameramann u.a. für die DEFA-Wochenschau „Der Augenzeuge“ tätig, hospitierte 1976 bei Benno Bessons Inszenierung von „Die Hamletmaschine“ an der Volksbühne Berlin, bei Thomas Langhoffs „Sommernachtstraum“ am Maxim-Gorki-Theater und arbeitete als Regieassistent für die Produktion des DEFA-Spielfilms „Das Pferdemädchen“.

Von 1983 bis 1991 arbeitete er als Regisseur im DEFA-Studio für Dokumentarfilme.
Seit 1991 ist Brinkmann als freischaffender Regisseur und Autor tätig. Er gehört zu den Mitbegründern des Mecklenburg/Vorpommern Film e.V. und des Schweriner FilmKunstFestes. Von 1991 bis 2006 fungierte er als Vorsitzender des Mecklenburg/Vorpommern Film e.V. und war am Aufbau der Film- und Videowerkstätten im Landesfilmzentrum Schwerin und im Film- und Medienzentrum Wismar beteiligt.

 

Trilogie: Usedom

1993: Usedom – ein deutsches Inselleben (Teil 1)

Usedom im Sommer 1992.
Später wird man sagen, es war ein Jahrhundertsommer.
Hundert Jahre, nachdem hier aus Fischerdörfern Seebäder wurden, ist wieder Gründerzeit. Die Beschreibung dieses Sommers wird verwoben in die Geschichte der Urlauber, der Seebäder und in die Biografie des Regisseurs Heinz Brinkmann, der Kindheit und Jugend auf der Insel verbrachte und ihr noch heute verbunden ist.

2005: InselLicht. Usedomer Bilder (Teil 2)

Die Insel der Maler und die Insel der Touristen stehen im Film recht unvermittelt nebeneinander. In dem aber, was Maler und Touristen suchen, treffen sie sich vielleicht. Brinkmann gibt dabei dem Weg der Maler den Vorzug, lässt aber (wie Volker Köpp auch) der Sehnsucht der Touristen ihr Recht. Und hier erst zeigt sich, unabhängig von den Techniken der Darstellung, die eigentliche Nähe des Films zu den Malern: in der Suche nach einem innigen Verhältnis zu diesem Ort, der Menschen offenkundig wohltut. Damit ist der Film auch Plädoyer für eine Kunst, die sich nicht schämt, dies zu zeigen.
InselLicht ist ein Film, mit dem man selbst zur Ruhe kommen und dennoch wach und aufmerksam sein kann. Es geht ums Innehalten und Sammeln, was eine ebenso notwendige wie schwierige Aufgabe ist in Zeiten, in denen sich so manche Identität viel zu schnell auflöst.
Eine wichtige, höchst brisante gesellschaftspolitische Dokumentation.

 

2017: Usedom – Der freie Blick aufs Meer (Teil 3)

Sommer, Sonne, Strand und Meer. Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten Berliner Bankiers nicht nur die
Schönheit der Küsten Usedoms, sondern sahen hier auch eine Geschäftsidee. Ein einfaches Konzept, das bis heute
Millionen von Touristen auf die Insel zieht. Usedom ist heute eine deutsch-polnische Insel, wo der europäische Gedanke
des Zusammenwachsens Polen und Deutsche immer stärker vereint.
Der Film präsentiert die Geschichten von Menschen, die auf unterschiedliche Weise auf die Insel kamen. Der Ortschronist

Fritz Spalink begeistert sich für die Bäderarchitektur und ihre Gründerzeitvillen und kämpft um deren Erhalt. Lars Petersen, Bürgermeister der Kaiserbäder, ärgert sich über die Bausünden vergangener Jahre. Die Fischgroßhändler Hartmut und Andre Domke nutzen schon längere Zeit ihre Kontakte nach Polen für ihr expandierendes Geschäft. Mariusz Lokaj, ihn führte das Projekt der Europapromenade auf die Insel, versteht sich als Brückenbauer zwischen beiden Inselteilen und fand hier die Frau seines Lebens. Für den Immobilienmakler Matthias Hasbargen ist der Bedarf an Neubauten und Eigentumswohnungen längst noch nicht gedeckt. Der Biobauer und Rinderzüchter Karl Matthes kaufte die Insel Görmitz im Achterwasser und erfüllt sich so einen Kindheitstraum. Die junge Polin Izabela Jaryc ist Empfangsdame im 5-Sterne-Hotel „Ahlbecker Hof“ und träumt davon, auch noch in anderen Ländern zu arbeiten. Hoteldirektor Stefan Hilgers war schon auf allen Kontinenten tätig und hat auf Usedom seine Heimat gefunden.

Flyer zum Film

 

 

 

 

Veranstaltungsort

Hans Werner Richter-Haus
Waldstraße 1
Seebad Bansin, 17429
Telefon:
038378-47801